Yangtsekiang II, Öl auf Papier, 50 x 70 cm, 2019

Bad Nauheim

Diese Serie entstand 2018/19 für die Ausstellung „Schichtungen” im Kunstverein Bad Nauheim. Neu ist hier die stark farbige Untermalung (pink und orange), die mit dunkler komplementärer Farbe (paynes grau) überarbeitet wurde. Durch Einritzungen und anschließendes Überziehen mit einem breiten Rakel wird einerseits die Untermalung freigelegt. Andererseits reagiert die Farbmaterie als Material aufeinander und erzeugt so das endgültige Bild.

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no brown in town, Öl auf Papier, 36 x 51 cm, 2016

Farbräume

Farbräume sind meist kleine 51 cm x 36 cm große Arbeiten in Öl auf Papier, die oft parallel zu den größeren Bildern entstehen. Meist sind es die Farben, die ich für andere Bilder auf der Palette habe, mich vielleicht nicht traue, sie so unverdünnt zu verwenden.
Früher habe ich diese Blätter Farbstudien genannt und auch als Farbnotiz für das spätere Weitermalen der großen Bilder benutzt. Heute werden sie mir immer wichtiger und eigenartigerweise immer noch am besten, wenn ich sie „so nebenbei“ mache. Zum Beispiel wenn die große Idee am Bild verloren ist und ich ganz frei bin, wenn ich ohne großes Wollen einfach mit dem Farbklang, den ich im Kopf habe, etwas mache.

Freedom is just another word for nothing left to lose

Janis Joplin / Kris Kristofferson
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Buche im Mai, 2017, Öl auf Holz, 68 x 85 cm

Bäume

Schwarzenfels und Roter Hauptmann sind zwei Bäume in meinem Garten. Immer wieder male und zeichne ich dort an den gleichen Orten (von derselben Stelle aus).
Ich arbeite gerne im Freien, da ist eine andere Dringlichkeit, etwas zu machen. Eine Unmöglichkeit, es zu erfassen.
Man wird ganz klein.
Oft verzweifelt man, macht dann doch etwas, was wahr ist.
Manchmal breche ich ab, habe aber im Nachhinein doch schon das gemacht, was mich hat hinsehen lassen.
Die Bilder sind oft mit breiten Oilsticks in der nassen Ölfarbe gearbeitet. Ganz nah den Zeichnungen.

Es wäre leichter, mit Fotografien zu arbeiten, aber im Malen nach der Natur liegt eine Energie, eine Dringlichkeit, die bei fotografischen Vorlagen fehlt. Du fängst etwas ein, das sich dir entzieht und dessen du dir nicht sicher bist und du versuchst, es festzuhalten, bevor es verschwindet.

Philip Pearlstein, amerikanischer Maler
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Clayoquot, 2016/17, Öl auf Leinwand, 180 x 380 cm

Nanaimo

Kanadische Landschaft

Nanaimo oder Der Weg dorthin

Die Nanaimo Serie ist nach einer Reise nach Vancouver Island, Kanada, entstanden. Nanaimo, Nitinat sind die Namen der First Nations Ureinwohner. Auf Meares Island, einer Insel im Cayoquot Sound (Claaqwat), der im Pazifik liegt, sind zahlreiche Fotos entstanden. Sie waren Inspiration für viele meiner Bilder.

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Valencia, Öl auf Leinwand, 150 x 290 cm, 2010

Große Landschaft

Anlass und Ausgangspunkt sind oft Collagen, die aus dem Bildmaterial entstehen, welches ich schon lange sammle. Eigene Fotos, Abbildungen aus Büchern und Zeitungsausschnitte werden zur Bildidee. Anderes wird zur darüber liegenden Struktur, zur Farbe oder gar zum Titel.

Vor der Umsetzung in Malerei zeichne ich eine Zeit lang, lege meist alles weg, um frei zu sein. Beim Malen dienen die Zeichnungen mir dann wieder, wenn ich mich festgefahren habe. Vielleicht ist die große Bildidee verloren, was auch gut ist. Dann finde durch die Vorarbeit zu Lösungen, auf die ich so nie gekommen wäre.

Malerei – Man kann sich nichts dabei denken, denn Malen ist ja eine andere Form des Denkens

Gerhard Richter
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